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Vertikutieren: Rasenpflege, Rasen belüften

Ein schöner Rasen benötigt Pflege, um als sattes Grün sprießen zu können. Die Realität sieht oft anders aus: In den Rasen mischen sich Moose und Verflechtungen oder sogar Unkraut. Er wird unansehnlich und wirkt fleckig. Betroffen sind vor allem Rasenflächen auf Lehmböden, da bei diesem Untergrund die Belüftung und der Wasserdurchlass schlechter sind. Viele Gärtner und Gartenbesitzer schwören deshalb auf das Vertikutieren.

Was ist Vertikutieren?

Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe angeritzt. Das lockert die Oberfläche auf und belüftet die Rasenwurzeln besser: Der Rasen kann sich erholen, wächst besser und wird insgesamt robuster.

Zum Vertikutieren wird ein Vertikutierer genutzt. Das Gerät ähnelt einem Rasenmäher, nur dass an der Unterseite kein Schneidemesser befestigt ist. Dieses ist ersetzt durch viele kleine Klingen, die nebeneinander angebracht sind. Beim Vertikutieren wird das Gerät über den Rasen geschoben. Dabei fahren die Klingen senkrecht in den Boden und ziehen kleine Risse in die Oberfläche der Grasnarbe. Bei diesem Vorgang fliegen Moose und Verfilzungen sowie alte Mähreste nach hinten weg. Die Oberfläche wird vom Filz befreit und aufgelockert. Die Folge: Die Luft zirkuliert wieder, das Wasser kann besser abfließen und der Rasen bekommt einen Wachstumsschub.

Tipp: Wichtig ist das Einstellen der Klingen. Diese sollten maximal drei bis vier Millimeter in den Boden fahren. Sonst schneiden sie zu tief in das Rasengeflecht ein und zerstören die Wurzeln!

Wann muss ein Rasen vertikutiert werden?

Es ist sinnvoll Rasen zu vertikutieren, dessen Grasnarbe von Verflechtungen betroffen ist. Wenn Moos wächst oder Rasenschnitt zu einem Filzteppich wird, sollte der Vertikutierer frühzeitig für Belüftung sorgen. Denn sonst fehlt der Rasenwurzel Sauerstoff und es kommt zu unansehnlichen und anfälligen Rasenflächen.

Vertikutieren sollte anders als Rasenmähen dosiert eingesetzt werden. Maximal zweimal im Jahr ist hilfreich. Wird der Rasen häufiger vertikutiert, kann er nachhaltigen Schaden erleiden. Möglich ist dieses Belüften der Rasenfläche zwischen etwa April und September. Der richtige Zeitpunkt ist vom Zustand abhängig. Es empfiehlt sich bei anfälligen Rasen jedoch, bereits im Frühjahr mit dem zweiten Rasenmähen zu vertikutieren. Wichtig: Im Herbst nicht zu spät vertikutieren, damit der Rasen sich vor dem Winter noch erholen kann!

Tipp: Wer den Rasen im Sommer nutzen möchte, sollte möglichst früh im Jahr den Vertikutierer in die Hand nehmen. Der Rasen benötigt nach der Belüftung der Oberfläche ein paar Wochen Zeit, um sich zu regenerieren und zu einer satten Rasenfläche heranzuwachsen.

Was ist zu beachten?

Beim Vertikutieren müssen nicht nur Messerlänge und Zeitpunkt stimmen. Auch die Vor- und Nachbehandlung ist wichtig. Ideal ist folgender Ablauf:

  • Vor dem Vertikutieren den Rasen sehr kurz (zwei Zentimeter) mähen;
  • die Messer auf maximal drei bis vier Millimeter einstellen;
  • gleichmäßig und zügig über den Rasen fahren, um zu tiefe Schnitte zu vermeiden;
  • beim Richtungswechsel das Gerät leicht anheben, damit die Messer nicht um die Ecke schneiden;
  • anschließend die gelockerten Verflechtungen gründlich abharken;
  • bei festem Lehmboden eine dünne (!) Schicht Sand streuen und in den Boden harken, um die Oberfläche zu belüften;
  • auf kahlen Stellen passenden Rasensamen auswerfen;
  • bei Trockenheit den Rasen leicht bewässern.
Alternativen
Zwar ist Vertikutieren sinnvoll, aber es stößt auch an Grenzen. Insbesondere bei sehr feuchten Rasenflächen, denen Staunässe zu schaffen macht, oder bei Nährstoffmangel hilft diese Maßnahme nicht. Hier ist eine (aufwendige) Bearbeitung des Untergrundes oder ein alternativer Rasensamen (Schattenrasen) sinnvoller. Auch das bloße Düngen oder bei saurem Boden das Kalken kann manchmal hilfreicher sein als die Bodenbelüftung.

Eine andere Möglichkeit der Rasenpflege ist das sogenannte Ausbürsten mit einem Rasenlüfter (Aerifizierer). Die Funktionsweise ist ähnlich, allerdings werden Moos und Verfilzungen nicht aufgeschnitten, sondern durch Lockerung abgehoben, während die Grasnarbe intakt bleibt.