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Düngen, Sanden, Kalken - Rasenpflege-Tipps

Der Rasen wächst dann besonders gut, wenn die Bodenbeschaffenheiten passen. Dichter Lehmboden, saurer Boden oder Flächen mit Staunässe sind Gift für den Rasen. Der Untergrund lässt sich jedoch mit ein paar Kniffen aufbereiten und für ein sattes Grün optimieren. Dabei helfen Sand, Kalk und Dünger.

Rasen sanden

Ist der Boden zu fest und bildet Staunässe, kann das Sanden die Oberfläche auflockern. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff an die Rasenwurzeln und das Grün wächst besser. Sand wird maximal zweimal im Jahr und meistens nach dem Vertikutieren gestreut. Allerdings gibt es beim Sanden einige Punkte zu beachten.

Es gibt viele Quellen, die vorschlagen, den Boden mit zwei Zentimeter Sand zu bestreuen. Das ist erfahrungsgemäß viel zu viel.

Tipp: Nicht mehr als einen halben Eimer pro Quadratmeter!

Wenn gesandet wird, sollte der Boden nur leicht mit Sand bestreut werden. Allerdings bringt es nichts, wenn der Sand einfach liegen bleibt. Er muss in den Boden eingearbeitet werden. Da bei bereits vorhandener Grasnarbe eine Harke mehr zerstört als rettet, ist ein Aerifizierer zu empfehlen. Dabei handelt es sich um einen Rasenbelüfter, der kleine Löcher in den Boden stanzt. Dann wird der Sand auf die Fläche gestreut. Anschließend muss der Sand dann in diese Löcher eingefegt oder vorsichtig eingeharkt werden.

Rasen kalken

Kalk kann bei saurem Boden helfen, dem Rasen ein besseres Wachstum zu ermöglichen. Ein Indiz für einen zu niedrigen PH-Wert ist Moos im Rasen. Kalk verbessert den PH-Wert und entzieht damit Moos die Grundlage.

Tipp: Beim Anlegen des Rasens und bei Bedarf kann eine Bodenprobe genommen werden und an ein Labor (oft über Landwirtschaftskammern zu finden) gesendet werden. So gibt es Klarheit über die Zusammensetzung des Bodens, den PH-Wert und den Nährstoffbedarf. Auch vor dem Kalken sollte mindestens der PH-Wert geprüft werden. Liegt dieser unter 5, ist das Kalken sinnvoll.

Wie viel und welche Art von Kalk gestreut werden sollte, hängt vom Boden und vom PH-Wert ab. Der richtige Zeitpunkt zum Kalken ist das Frühjahr in Kombination mit dem Vertikutieren. Der Kalk wird vorsichtig aufgetragen und durch Bewässern des Rasens in den Boden gebracht. Dort sorgt er durch das Neutralisieren von saurem Boden für eine verbesserte Nährstoffaufnahme und Wurzelbildung. Wichtig: Kalk sollte möglichst nicht zusammen mit Stickstoffdünger auf den Rasen gebracht werden, da er diesen Nährstoff austreibt. Allerdings kann alternativ kalkhaltiger Dünger genutzt werden, um Arbeit zu sparen.

Rasen düngen

Rasendünger ist eine Nährstoffkombination, die meistens hauptsächlich aus Mineralien wie Stickstoff, Kalium und Phosphor besteht. Mit dem Düngemittel soll der Boden angereichert werden, damit die Rasenwurzeln leichter Nährstoffe finden und das Grün satter wächst.

Ob das Düngen des Rasens erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Nährstoffzusammensetzung des Bodens ab. Eine Bodenprobe sollte unbedingt vor dem Düngen genommen werden. Denn falscher oder zu viel Rasendünger kann das Grün schädigen. Ist die jeweilige Nährstoffkombination bekannt, kann ein dafür geeigneter Rasendünger genutzt werden. Dabei sollte zwingend die Anwendungsanweisung beachtet werden.

Tipp: Es gibt im Fachhandel Langzeitdünger, der die Nährstoffe verlangsamt in den Boden abgibt. Dieser Dünger wirkt nachhaltiger und sanfter.

Wenn eine Nährstoffzugabe erforderlich ist, sollte der Dünger zwei- bis dreimal im Jahr zwischen April und August gestreut werden. Bei Rasenflächen im Schatten oder mit schlechten Bodenbedingungen ist ein weiteres Düngen im Oktober hilfreich, damit der Rasen die Wintermonate gesünder übersteht.

Ideal ist Regenwetter. Sonst sollte der Rasen nach dem Düngen unbedingt gewässert werden, damit die Nährstoffe auch in den Boden gelangen. Wichtig: Düngen bei heißem und sonnigem Wetter kann zu Rasenverbrennungen führen.