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Rasen anlegen

Ein stressiger Tag lässt sich viel leichter ertragen wenn am Ende ein schönes Zuhause wartet. Besonders in den sonnigen und warmen Monaten des Jahres wird das schöne Heim noch getoppt, wenn der eigene Garten winkt. Das 'grüne Wohnzimmer' mit Wohlfühlambiente. Aber es sind nicht nur die schmucken Beete und die buntgemischten Pflanzen, Sträucher und Bäume allein, die viele farbige Gute-Laune-Tupfer in den Garten zaubern. Ein gepflegter Garten lebt auch von der Qualität eines tollen grünen Rasens. Kräftig, satt und dicht muss er sein. Nicht selten ist der Rasen ein wahres Steckenpferd stolzer Gartenbesitzer. Eine wahre Herzensangelegenheit!

Ein schöner Rasen kommt nicht von ungefähr. Sein langer Weg zum Eyecatcher beginnt mit der richtigen Entscheidung einen Rasen anlegen zu wollen. Beginnend mit der richtigen Auswahl des Saatgutes bis hin zur jährlichen Rasenpflege. Das gilt übrigens nicht nur für den eigenen Rasen, sondern trifft auch auf die Liegewiese und den Fußballplatz zu. Und genau daran lässt sich schon erkennen, wie wichtig die Art der geplanten Nutzung des neuen Grüns sein soll. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Rasenarten wie zum Beispiel dem Zierrasen, Gebrauchtrasen und Sportrasen. Wer ein Hausgarten-Rasen anlegen möchte liegt mit einer Saatmischung für Gebrauchtrasen goldrichtig. Ab jetzt heißt es: Fehler beim Rasen anlegen lassen sich auch im Nachhinein selbst durch intensivste Pflege nicht mehr korrigieren. Jeder Schritt hin zum satten Grün ist der wichtigste. Zudem kommt es auf die richtige Reihenfolge an. Und die ist sehr sinnvoll.

1. Warten auf den idealen Zeitpunkt

Eine feuchte Witterung oder gar ein feuchter Boden sind keine guten Voraussetzungen zum Rasen auslegen. Die besten Startbedingungen für einen stabilen und gefestigten Rasen basieren auf den richtigen Saat-Zeitpunkt. Dieser kann von Region zu Region unterschiedlich sein. Empfohlen werden aber die trockenen Monate zwischen Mai, genauer gesagt zwischen der zweiten Maihälfte und August. Sie bergen die größte Garantie, dass der erste Frost dem jungen Rasen nichts anhaben kann. Im September angesäter Rasen birgt die Gefahr dass frisch aufgelaufenes Gras den ersten kalten Frostnächten nicht widerstehen kann.

2. Verdichtete und schwierige Böden unbedingt lockern

Frau lockert mit Rechen den Boden auf
Mit einem Rechen oder Grubber können Sie den Boden auflockern

Für den späteren Rasen ist ein lockerer Boden vonnöten. Damit Niederschläge problemlos in das untere Erdreich versickern können, müssen auch die tiefer liegenden Bodenschichten mit einer Fräse oder einem Grubber aufgelockert werden. Geschieht das nicht in ausreichendem Maße, besteht die Gefahr der Bildung von Moos. Das schlimmste Ärgernis für jeden Rasenliebhaber. Denn Moos gedeiht nur dort, wo kein Rasen mehr wächst. Auch schwere lehmige und tonige Böden müssen für Wasser ausreichend durchlässig gemacht werden. Das heißt, der Boden muss zusätzlich noch mit 10-15 Kilogramm Sand pro Quadratmeter eingestreut werden. Wer sich späteren Ärger ersparen will, entfernt bei diesem Procedere noch zusätzlich Wurzelunkräuter.

3. Rasenfläche einebnen und planieren

Walze ebnet Boden ein
Mit einer solchen Walze können Sie ganz einfach den Rasensamen planieren

Sind alle Vorbereitungen für einen guten Boden getroffen, kommt die Phase der sogenannten 'Grobplanie' und der 'Feinplanie', wobei letztgenannte eher eine Handarbeit mit einem breiten Rechen (Kleerechen, Stahlzinken) darstellt. Wer eine größere Fläche zu bearbeiten hat, kann auch die Egge einsetzen. Nach dem Planieren mit der Rasenwalze wird das Saatbett mit einer Harke wieder auf eine Tiefe von 2-3 Zentimeter aufgelockert. Dabei gilt es unbedingt eine Muldenbildung zu vermeiden. Mulden sind kleine Auffangbecken für Regenwasser und Gift für jeden neuen Rasen. Der Kreis einer sorgfältigen Bodenvorbereitung für die Aussaat des Rasens schließt sich mit der Überprüfung des Kalkgehaltes des Bodens. Liegt der ph-Wert unter 5,5 verlangt der Boden eine Nachbesserung durch Garten-/Rasenkalk. Die empfohlene Menge ist ca. 5 Kilogramm auf 100 Quadratmeter.

4. Das Aussäen der Saat

Beim Rasen anlegen kommt es auch auf die gleichmäßige Verteilung und exakte Dosierung des Rasen-Saatgutes an. Das gewährleistet am besten ein Streuwagen. Ein unerlässliches Garten-Geräte-Accessoire, welches ganzjährig einsetzbar ist und mit Samen, Dünger, Sand, Kalk, Salz oder Split gleichermaßen bestückt werden kann. Die vorab für den Rasen anlegen berechnete Aussaatmenge wird nun halbiert, um sie einmal in Querrichtung und einmal in Längsrichtung auszusäen. Dann wird sie vorsichtig eingeharkt und nochmals leicht mit der Walze in die Erde eingedrückt. Weil Gräser aber Lichtkeimer sind, ist unbedingt darauf zu achten, dass der Samen nicht zu tief ins Erdreich eingewalzt wird. Gräser müssen keimen und wurzeln.

5. Wässern der Saatfläche

Jetzt gilt es mit viel Feingefühl und richtiger Gärtnerausrüstung die neu angelegte Rasenfläche zu bewässern. Dafür eignen sich perfekt Gartenbrausen oder Rasensprenger. Sogenannte 'Regner' sind nicht nur beim Rasen anlegen ideal, sie sind auch später eine wertvolle Hilfe bei der Rasenpflege. Sobald die erste Keimung des Samens erfolgt ist, muss die Rasenfläche fortlaufend bewässert werden. Bei Trockenheit möglichst morgens und abends. Aber bitte ohne Pfützenbildung und Rinnsale. Und wieder heißt es, Geduld haben. Denn erst nach 7-14 Tagen lassen sich die ersten Rasenhalme blicken. Je nach Witterung und Region.

6. Der erste Schnitt erfordert Feingefühl

Spindelmäher beim Rasenmähen
Rasenschonender Schnitt mit einem Spindelmäher

Nach einer guten Pflege und einer regelmäßigen Wässerung wird ein aufgelaufener Rasen schnell wachsen. Weil die junge Grasnarbe aber noch nicht fest genug ist, sollte der erste Schnitt bei trockenem Boden und einer Halmlänge von ungefähr 10 - 12 Zentimeter sehr zurückhaltend angegangen werden. Zu groß ist die Gefahr, dass der Rasenmäher das junge Gras aus dem Erdreich reißt und durch den Rasenmäher Spuren im Rasen hinterlässt. Der erste Rasenschnitt muss unbedingt mit einem Fangkorb aufgefangen werden. Die Hauptwachstumszeit eines Rasens liegt in den Monaten April bis September. Als Faustregel gilt: Rasenschnitt ein- bis zweimal wöchentlich bis zur Hälfte der auf der Saatverpackung angegebenen halben Wuchshöhe. Dem Rasenmäher fällt eine wichtige Rolle beim Rasen anlegen zu. Die Produktpalette hochwertiger Rasenmäher ist schier endlos. Rasenmäher und Garten sollten daher immer zusammenpassen. Wir bieten in diesem Segment fantastische Anregungen und Kaufhilfen für die individuell beste Entscheidung. Um sich einen Überblick über geeignete Geräte zu verschaffen, schauen Sie sich unseren Elektrorasenmäher-Test an. Hier finden Sie gute und günstige Elektrorasenmäher mit guten bis sehr guten Bewertungen.

7. Mit Vorsicht düngen

Ist der erste Rasenschnitt erfolgreich getätigt verlangt er nach Dünger, genauer gesagt nach speziellem Dünger für jungen Rasen. Auch das Düngen sollte gleichmäßig mit dem Streuwagen in Längs- und Querrichtung erfolgen. Aber Vorsicht! Zu viel Dünger verbrennt das feine Gras. Die Folge sind unschöne hässlich braune Flecken. In der Folgezeit sollte der Rasen in der Zeit von April bis Oktober alle 8 Wochen gedüngt werden. Und weil gesunder Rasen neben einer regelmäßigen Bewässerung auch eine ausreichende Luftzufuhr benötigt, sollten bis Ende März Pflanzenteile und Filzschichten aus Moosen entfernt sein. Man spricht in diesem Fall auch vom Anritzen der Grasnarbe eines Rasens um ihn besser zu belüften (Vertikutieren).

Ein schöner Rasen ist ganzjährlich etwas Wunderbares. Das frische und saftige Grün eines Gräserteppichs macht einen Garten erst zum dem was er ist. Nämlich zu einem märchenhafter Rückzugsort mit allen Optionen, die Mutter Natur den Menschen zur Verfügung stellt. Eingerahmt von Staudenbeeten, Sträuchern und Pflanzen rundet das satte Grün eines Rasens diesen einmaligen Ruhepol gekonnt ab. Dennoch, ein gesunder kräftiger Rasen ist kein Selbstläufer. Er benötigt wöchentliche Pflege und wird nicht umsonst als einer der pflegeintensivsten Gartenbereiche bezeichnet. Vielleicht ist der Rasen auch gerade deshalb dem Gartenliebhaber und Naturfreund besonders ans Herz gewachsen weil er im stetigen Kontakt mit seinem Pfleger ist. Oder soll man besser 'Schwärmer' sagen?